#DivestKiel

Unser Ziel: Divestment. Das Kapital aus der fossilen Brennstoffindustrie abziehen, um den Klimawandel zu begrenzen.

Ein ungebremster Klimawandel wird die Lebensqualität unserer nachfolgenden Generationen sehr stark beeinträchtigen, weltweit unseren wirtschaftlichen Wohlstand gefährden und zu neuen Flüchtlingsströmen führen.

Wir von Fossil Free Kiel als Teil der globalen Divestment-Bewegung fordern die Stadt Kiel, die Hochschulen und Institute, die Kirchen, die Finanzdienstleister, die umliegenden Gemeinden und nicht zuletzt jede einzelne Bürgerin und jeden Bürger dazu auf,  sich von allen Finanzanlagen in den 200 größten Kohle-, Öl- und Gasunternehmen zu trennen, die den überwiegenden Teil an fossilen Brennstoffreserven halten – wie BASF, E.ON, Enel, ENI, GDF Suez, Repsol YPF, RWE und Total  – und nachhaltig zu reinvestieren.

Was steckt hinter der Idee des Divestments?

80 Prozent der bislang veranschlagten fossilen Vorkommen müssen in der Erde bleiben, wenn das von allen 195 Staaten in Paris vereinbarte Ziel einer globalen Dekarbonisierung bis Mitte des Jahrhunderts erreicht werden soll. Die Weltgemeinschaft darf also nur noch 565 Gigatonnen CO2 ausstoßen, um die globale Erwärmung auf das 2 Grad Ziel zu begrenzen.

Divestment hat deshalb nicht nur der Umwelt wegen, sondern auch aus ökonomischen Gründen eine gesamtgesellschaftliche Legitimation erlangt, da die Unternehmen aus der Öl-, Kohle- und Gasindustrie mehr Rohstoffvorkommen in ihre Bilanzen aufgenommen haben, als sie überhaupt noch fördern dürfen. Es bildet sich eine sogenannte Kohlenstoffblase. Aus diesem Grund gelten die Unternehmenswerte dieser Industrie als überbewertet und stellen für alle Arten von Finanzanlagen ein erhebliches Risiko dar.

Was ist bisher erreicht?

Nach dem Beschluss aus Berlin im Juni, wurde im August 2016 das Divestment von Stuttgart beschlossen. Ein großer Erfolg der Stuttgarter und Berliner Fossil Free Bewegung. Zuvor erklärte bereits die Stadt Münster ihren Ausstieg aus fossilintensiven Investitionen. Seit 2012 haben circa 500 Städte und Institutionen offiziell ihr Divestment aus Kohle, Öl und Gas erklärt und damit dem fossilen Sektor eine Summe von 3,4 Trillion Dollar entzogen. Dazu gehören u.a. die Städte Melbourne, Australien, Uppsala, Schweden, Institutionen wie Church of England, Rockefeller Brothers Fund, Standford University, British Medical Association.

Kiel, 21.08.2016